WOHNBAUTE EICH I STÄFA

WETTBEWERB I 2013
In Zusammenarbeit mit Hans-Rudolf Lampart

Jede Verdichtung eines bestehenden Grünraums wirft die Frage auf, welchen Eigenschaften der bestehenden Strukturen welcher Wert gegeben werden soll. Im Falle Eich in Stäfa finden wir hohe Qualitäten im Durchlässigkeitsgrad der Grünräume, die sich zu den angrenzenden Gebieten öffnen - Eichstrasse, Laubisrüti, Sternenhalde - und gleichzeitig Geborgenheit (unter sich wohnen) in lockeren Siedlungsarten verbinden. Der städtebauliche Grundgedanke orientiert sich an der Idee der Kontinuität der parkähnlichen Grünräume mit ihren fliessenden, durchgrünten Freiräumen. Dabei wird der Perimeter, zusammen mit den umliegenden Aussenräumen als eine durchlässige und offene Landschaft verstanden. Die verdichtete Anordnung dreier Baukörper mit maximalen Freiräumen schafft eine entspannte räumliche Situation und respektiert die bestehenden Nachbarbauten bezüglich Besonnung und Ausblick. Es entstehen interressante Ein- und Ausblicke in die offene und umschlossene Landschaft; Themen einer möglichen Renaturierung bzw. Revitalisierung (Feuchtgebiet, Ried, Eichen) können aufgegriffen werden.

Die Lage der 2 südlichen Bauten erfüllt im speziellen das Anliegen „schützen“ der landschaftlich prägenden Krete über dem Rebschutzgebiet „Sternenhalde“. Durch die primär südliche und ost-westliche Gebäudeausrichtung fügt sich das neue Ensemble in die übergeordnete Siedlungsstruktur ein. Zudem gewährleistet das Haus 1 eine gute Ueberbaubarkeit der verbleibenden zusammenhängenden Grundstücksflächen.

Das neue Haus 1 ist ein eigenständiges, Identität stiftendes Bauvolumen, welches durch eine klare Adressbildung mit einer attraktiven strassenseitigen Zugangssituation ausformuliert ist. Der Baukörper mit 2 Vollgeschossen und einem Attikageschoss erfüllt die Ansprüche einer optimalen Besonnung und bietet eine einheitliche, statisch optimierte und konstruktiv klare Lösung. Die Wohnungserschliessung mit einem Vierspänner verfolgt wirtschaftliche und energetische Zielsetzungen – preiswerte Wohnräume und ein kompakter Baukörper. Die Wegsysteme sind so ausgelegt, dass das Haus selbstverständlich, übersichtlich und behindertengerecht erschlossen wird; insbesondere wird dem separat und diskret, aber trotzdem klar ersichtlich erschlossenen Kirchgemeinde-Bürobereich besondere Aufmerksamkeit geschenkt.